Reetdachsterben
Reetdachsterben ist ein umgangssprachlicher Begriff für das vorzeitige Verrotten von Reetdächern, oft schon nach wenigen Jahren.
Vorzeitige Schäden wurden in Deutschland, England, Frankreich und weiteren Ländern beobachtet (Brischke und Hanske 2016). Die DBU-Studie fand keinen neuen Erreger; als Ursachen nennt sie Feuchte, Materialqualität, Bauphysik und Standort, die zusammenwirken (QSR 2008). Das ZEITmagazin beschreibt 2019, dass Dächer in Norddeutschland rund zehn Jahre zuvor massenhaft schimmelten, teils nur Monate nach der Neueindeckung, und dass Biotechnologen der Universität Greifswald neue Pilzarten fanden. Reinhold Junker sieht die Ursachen in Feuchte und Reetqualität: „Am Ende geht es um grundlegende bauphysikalische Prinzipien“ (ZEITmagazin 2019). Mehr unter Warum Reetdächer verrotten.
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